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In einer authentischen Überlieferung sagt der Prophet Muhammad:
"Lebt in dieser Welt als ob ihr Fremde oder Reisende wäret! Betrachtet euch als einen der Toten!“
(Tirmidhi)
Dieser prägnante Hadith ruft uns dazu auf, ein bescheidenes und diszipliniertes Leben zu führen und Gott stets im Bewusstsein zu halten. Er erinnert uns an unsere endgültige Bestimmung, indem er die Vergänglichkeit dieser Welt betont, und schafft ein Gleichgewicht zwischen diesem und dem kommenden Leben.
Wir Menschen sind Reisende in dieser Welt. Mewlana Dschelaleddin Rumi, ein türkischer Sufi des 13. Jahrhunderts, vergleicht das menschliche Individuum mit einer Rohrflöte, die vom Schilfrohr, aus dem sie stammt, getrennt ist. Wir stöhnen unablässig vor Schmerz, weil uns unsere Trennung von dem Wahren Eigentümer und von unserer ‚Heimat‘ so quält. Wir machen uns von der Welt des Geistes aus auf einen Weg, der uns über die Stationen des Mutterleibs, der Kindheit, der Jugend, des fortgeschrittenen Alters, des Grabes zur Auferstehung führt; und unsere Reise endet schließlich entweder im Paradies oder in der Hölle. Wenn wir eine angenehme Reise haben und sicher im Paradies ankommen möchten, sollten wir uns der Vergänglichkeit des weltlichen Lebens bewusst sein und uns auf das ewige Leben vorbereiten. Obwohl es uns erlaubt ist, die Annehmlichkeiten des Lebens in Maßen zu genießen (sofern sie nicht ausdrücklich verboten sind), sollten wir ihnen nicht übermäßig frönen oder unsere wahre Bestimmung vergessen.
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